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Menschen, die Selbstgespräche führen, sind nicht verrückt, sondern Genies !

Wer von euch führt hin und wieder Selbstgespräche? Nur keine Scheu, ihr könnt es ruhig zugeben. Viele Menschen tun das, vor allem wenn sie alleine sind. Manchmal murmeln wir nur so vor uns hin und manchmal führen wir ausgewachsene Diskussionen mit uns selbst aus.

Dabei achten wir aber meistens tunlichst darauf, dass uns niemand dabei erwischt. Denn wer immerzu vor sich hinmurmelt, steht sehr schnell als Verrückter da, vor allem in der Öffentlichkeit.

Dabei haben Selbstgespräche ganz und gar nichts mit Wahnsinn zu tun. Ganz im Gegenteil: Wenn ihr ab und zu mit euch selbst redet, seid ihr vielleicht sogar ein Genie!

Zu diesem Schluss kam zumindest das Online-Magazin Lifehack.org, nachdem sie die dazu einschlägigen Studien untersuchten.

Die Experimentalpsychologen Gary Lupyan und Daniel Swigley führten dazu ein ganz einfaches Experiment durch, dass ihr auch zuhause nachmachen könnt:

Die Probanden der Studie bekamen die Aufgabe, sich ein Bild mit vielen Objekten anzusehen, und dann darauf einen bestimmten Gegenstand zu finden. Einige von ihnen sollten sich dabei den Gegenstand laut vorsagen, andere sollten still bleiben.

Das Ergebnis: Wer laut sprechen durfte, fand den Gegenstand schneller und zuverlässiger.

Aber nicht nur bei Wimmelbildern hilft das gelegentliche Selbstgespräch. Die Studie kam zu dem Schluss, dass es auch bei der Konzentration, der Produktivität und dem Erinnerungsvermögen hilft.

Es hilft unserem Gedächtnis auf die Sprünge
Die Probanden konnten sich besser an Sachen erinnern, die sie laut aussprachen. Das ist natürlich unter anderem eine Sache der Übung: Wenn wir etwas oft hören, auch von uns selbst, vergessen wir es nicht gleich wieder. Aber interessanter dabei ist, dass das laute Aussprechen eben auch andere Sinne zur Hilfe holt. Wir haben dann nicht nur ein Bild vor Augen, sondern auch ein Wort im Ohr. Mit zwei Sinnen erinnert man sich leichter.

Es hilft uns bei der Konzentration
Wenn wir unseren Gedanken freien Lauf lassen, machen sie oft, was sie wollen. Jeder der tagträumt kennt das: Manche Gedanken machen einfach deutlich weniger Sinn als andere. Und vor allem die Sinnlosen können uns manchmal ziemlich von der Arbeit abhalten.

Wenn wir Gedanken aber laut aussprechen und uns dabei auch zuhören, trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Denn den absoluten Unsinn sprechen wir doch selten gerne laut aus. Dadurch können wir uns gezielt daran hindern, im Geiste abzuschweifen.

Wir bauen uns gewissermaßen selbst einen Filter und helfen uns dabei selbst, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Es ordnet die Gedanken und macht uns glücklicher
Psychologin Dr. Linda Sapadin geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie sagt, dass Selbstgespräche wichtig sind für unser psychisches Wohlbefinden.

„Wenn ihr euch einsam fühlt, liegt das wahrscheinlich an einem Mangel an Zuwendung von einer ganz wichtigen Person in eurem Leben. Wer das ist? Ihr selbst natürlich!“ sagt Sapadin.

Wenn wir uns nur ein bisschen zureden, können wir allein dadurch schon weniger einsam, glücklicher und auch schlauer werden. Denn wir leisten uns damit nicht nur Gesellschaft, wir können auch unsere Gedanken, Ziele und Wünsche besser auf auf den Punkt bringen und uns unsere Entscheidungen klarer vor Augen führen.

Dabei ist aber auch wichtig, wie wir mit uns selbst sprechen. Denn nicht nur im Umgang mit anderen gilt: Der Ton macht die Musik. Laut Sapadin sollten wir darauf achten, nett zu uns selbst zu sein, uns Komplimente zu machen und uns selbst gut zuzureden.

Solche positiven „Interaktionen mit uns selbst“ sind eben kein Anzeichen von Verrücktheit, sondern fördern ganz im Gegenteil maßgeblich unsere geistige Gesundheit.

Statt den natürlichen Drang zum Sprechen also zu unterdrücken, sollten wir uns also durchaus öfter dem Selbstgespräch hingeben.

Wir verraten es auch keinem, versprochen.

Quelle: businessinsider.de

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