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Was bedeuten die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes? Erfahren Sie, wann gewarnt wird und wie Sie sich bei großer Hitze schützen.

Hitzewarnungen richtig verstehen: Das bedeuten die Warnstufen

 

Sonnenschein und hohe Temperaturen gehören für viele Menschen zum Sommer. Hält die Hitze jedoch länger an oder kühlt es nachts kaum ab, kann sie zu einer ernsthaften Belastung werden. Hitzewarnungen helfen dabei, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und den Alltag rechtzeitig anzupassen.

 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht amtliche Hitzewarnungen, wenn die erwartete Wärmebelastung die Gesundheit gefährden kann. Dabei zählt nicht allein die gemessene Lufttemperatur. Auch Luftfeuchtigkeit, Wind, Sonneneinstrahlung und die fehlende Erholung während warmer Nächte spielen eine wichtige Rolle.

 

## Wann veröffentlicht der DWD eine Hitzewarnung?

 

Amtliche Hitzewarnungen gelten für den aktuellen Tag oder den Folgetag. Sie werden täglich spätestens am Vormittag veröffentlicht. Zusätzlich zeigt ein Hitzetrend, in welchen Regionen in den darauffolgenden Tagen eine starke Wärmebelastung möglich oder wahrscheinlich ist.

 

Die Vorhersage für mehrere Tage ist naturgemäß unsicherer als eine kurzfristige Warnung. Deshalb lohnt es sich, die Angaben regelmäßig zu prüfen. Für Deutschland bietet die interaktive Warnkarte des DWD einen Überblick über die aktuelle Situation in den einzelnen Landkreisen.

 

Wichtig: Auch wenn für eine Region keine amtliche Warnung angezeigt wird, können ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, kleine Kinder und andere empfindliche Personen bereits unter der Wärme leiden.

 

## Was bedeuten die beiden Warnstufen?

 

Der DWD unterscheidet derzeit zwei Stufen der Hitzewarnung:

 

### Stufe 1: starke Wärmebelastung

 

Eine Warnung der Stufe 1 wird in der Regel ausgegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen Schwellenwert von ungefähr 32 Grad Celsius überschreitet. Der genaue Wert kann sich je nach Jahreszeit und Gewöhnung des Körpers an sommerliche Temperaturen etwas verändern.

 

Zusätzlich berücksichtigt der Wetterdienst die nächtliche Wärme in Innenräumen. Bleibt es nachts sehr warm, kann sich der Körper schlechter erholen. Schlafmangel und die anhaltende Belastung können dazu führen, dass die Hitze am nächsten Tag schwerer vertragen wird.

 

### Stufe 2: extreme Wärmebelastung

 

Ab einer gefühlten Temperatur von mehr als 38 Grad Celsius am frühen Nachmittag spricht der DWD von extremer Wärmebelastung. In diesem Fall ist besondere Vorsicht notwendig. Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten möglichst reduziert, verschoben oder an die Wetterlage angepasst werden.

 

Die gefühlte Temperatur kann deutlich über der gemessenen Lufttemperatur liegen. Schwüle Luft und starke Sonneneinstrahlung erschweren die Wärmeabgabe des Körpers, während Wind das Temperaturempfinden verändern kann.

 

## Wer ist bei Hitze besonders gefährdet?

 

Große Hitze kann grundsätzlich jeden Menschen beeinträchtigen. Besonders aufmerksam sollten jedoch folgende Personengruppen sein:

 

– ältere und pflegebedürftige Menschen,

– Säuglinge und kleine Kinder,

– Schwangere,

– Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen,

– Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen,

– Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben,

– alleinlebende Personen, die im Notfall möglicherweise spät Hilfe erhalten.

 

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte Veränderungen niemals eigenständig vornehmen. Bei Fragen zum Verhalten während einer Hitzewelle ist eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung sinnvoll.

 

## So schützen Sie sich an sehr heißen Tagen

 

Schon einfache Maßnahmen können die Belastung deutlich verringern:

 

  1. **Ausreichend trinken:** Trinken Sie regelmäßig, bevor ein starkes Durstgefühl entsteht. Bei Erkrankungen, die eine begrenzte Flüssigkeitszufuhr erfordern, sollte die passende Trinkmenge ärztlich abgeklärt werden.
  2. **Anstrengung zeitlich verlegen:** Sport, Gartenarbeit und andere körperlich belastende Tätigkeiten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verschieben.
  3. **Direkte Sonne meiden:** Suchen Sie Schatten auf und vermeiden Sie insbesondere die intensive Mittagssonne.
  4. **Wohnräume kühl halten:** Lüften Sie früh am Morgen oder spät am Abend. Tagsüber können geschlossene Fenster sowie heruntergelassene Rollläden oder Vorhänge die Erwärmung bremsen.
  5. **Leichte Kleidung tragen:** Luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung helfen im Freien. Denken Sie außerdem an geeigneten Sonnenschutz.
  6. **Leicht essen:** Mehrere kleinere Mahlzeiten werden bei Hitze häufig besser vertragen als sehr schwere Speisen.
  7. **Auf andere achten:** Fragen Sie bei älteren, kranken oder alleinlebenden Angehörigen und Nachbarn nach, ob sie Unterstützung benötigen.
  8. **Kinder und Tiere nie im Auto lassen:** Ein abgestelltes Fahrzeug kann sich innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen – auch bei geöffnetem Fenster oder einem kurzen Aufenthalt.

 

## Warnzeichen ernst nehmen

 

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ungewöhnliche Erschöpfung, Muskelkrämpfe oder Verwirrtheit können auf eine starke Hitzebelastung hinweisen. Betroffene sollten aus der Hitze gebracht, vorsichtig gekühlt und nicht allein gelassen werden.

 

Bei Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, ausgeprägter Verwirrtheit oder anderen schweren Beschwerden ist sofort der Rettungsdienst zu verständigen. In Deutschland und Österreich gilt die europaweite Notrufnummer **112**; in Österreich kann zusätzlich die Rettung unter **144** erreicht werden.

 

## Aktuelle Warnlage regelmäßig prüfen

 

Da sich Wetterprognosen verändern können, sollten Sie Warnungen während heißer Perioden täglich kontrollieren. Die amtliche Übersicht für Deutschland finden Sie unter [hitzewarnungen.de](https://www.hitzewarnungen.de/index.jsp). Für Österreich stellt die [GeoSphere Austria](https://www.geosphere.at/) Wetterinformationen und Warnungen bereit.

 

Hitzewarnungen sollen nicht beunruhigen, sondern rechtzeitiges Handeln ermöglichen. Wer die Warnstufen kennt, seinen Tagesablauf anpasst und auf gefährdete Menschen achtet, kann viele hitzebedingte Risiken vermeiden.

 

 

## Transparenz- und Quellenhinweis

 

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Grundlage für die Erläuterung des deutschen Hitzewarnsystems sind die öffentlich zugänglichen Informationen des Deutschen Wetterdienstes. Der Text wurde eigenständig redaktionell erstellt und nicht von der Quellseite übernommen.

 

**Quellen und weiterführende Informationen:**

 

– [Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes](https://www.hitzewarnungen.de/index.jsp)

– [FAQ zu Warnstufen und Warnkriterien des DWD](https://www.hitzewarnungen.de/faq.jsp?warnkrit=)

– [GeoSphere Austria](https://www.geosphere.at/)

 

## Optionaler Social-Media-Teaser

 

Hitze ist mehr als nur unangenehm: Besonders warme Nächte und eine hohe gefühlte Temperatur können den Körper stark belasten. Was die Warnstufen bedeuten und wie Sie sich an heißen Tagen schützen, lesen Sie in unserem neuen Beitrag.

 

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